Unser Sardinienurlaub
-
La nostra vacanza in Sardegna
Bitte
beachten: meine Beschreibungen beruhen auf Erfahrungen aus dem Jahr
2007. Inzwischen können Änderungen eingetreten sein. Daher übernehme
ich, wie auch schon auf der Startseite und im Impressum dargelegt, dafür
keinerlei Garantien und Verantwortung.
Sardiniens
Nordwesten
Von unserem Urlaubsort Sos Alinos im Osten Sardienes sind wir zuerst Richtung Oliena
gefahren und von dort weg von der Küstenstraße, über
Nebenstraßen durch kleine Dörfer, durch Wälder, über Hügel und Berge.
Sardinien abseits des Touristenstroms, Sardinien pur sozusagen.
Im
Landesinneren
***************
 |
Korkeichen |
Im Gebirge genossen wir dann die angenehmen Temperaturen und die frische Luft. Es gibt ausgedehnte Wälder und hier
oben findet man dann auch riesige Korkeichenwälder und hin und wieder begegnet einem ein
LKW, der hoch beladen ist mit der abgeschälten Rinde.
Wir
wollten während der Tour unter anderem die größte Nuraghe Sardiniens
besuchen. Auf der Fahrt dorthin sahen wir dann ein Hinweisschild zu
einer nuraghischen Ausgrabungsstätte und wir entschlossen uns, uns Romanzesu anzusehen.
Romanzesu
**********
Der schmale Feldweg führte, durch Steinmauern begrenzt, vorbei an Feldern und Weiden
auf denen Schafe und Kühe weideten und auf den Korkeichen wuchsen weg von der
Durchgangsstraße. Auf den Felsblöcken aus denen die Mauern bestanden, hüpften
ein paar bunte Vögel herum, die mit einer Federhaube auf dem Kopf bekleidetet waren, Wiedehopfe,
die ich in natura noch nie gesehen hatte.
 |
Wiedehopf sitzt auf der Begrenzungsmauer
|
Nach
vielleicht 500 – 600 m erreichten wir dann einen kleinen Parkplatz und ein
eingezäuntes Areal vor dem ein Häuschen aus Beton stand.
Ein junger
Sarde war gerade im Begriff dieses abzuschließen, er wollte in die
Mittagspause, oder um im Landesjargon zu bleiben, er wollte seine Siesta
halten.
Ohne dass
wir ihn darum baten, schloss er uns das Tor zur Ausgrabungsstätte aber wieder
auf, nicht ohne uns vorher noch einen Plan mit ausführlichen Erklärungen in die
Hand zu drücken und uns zu bitten, das Tor einfach zuzuziehen, wenn wir wieder
gehen würden. Den Plan sollten wir, mit einem Stein beschwert, an die Seite
legen. Hier merkte ich mal wieder, dass der Italienischkurs in der Volkshochschule doch seine Früchte getragen hatte.
Es
würde
hier zu weit führen, die einzelnen Ausgrabungsobjekte genau zu
beschreiben,
meine Bilder sollen einen kleinen Einblick geben. Anmerken möchte ich
nur noch, dass viele der Ausgrabungen, die bei mir den Eindruck
hinterlassen haben, dass sie auch noch nicht vollkommen abgeschlossen
waren, sich mitten in einem Korkeichenhain befanden und daher auch oft,
gut geschützt vor der Sonne im Schatten lagen.
Wesentlich
bekannter und wohl schon von jedem Sardinienbesucher gesehen und zum
Teil
besichtigt sind die Nuraghen(türme). Dies sind Wohn- und Wachttürme die
über
die ganze Insel verteilt sind. In Romanzesu
findet man keinen solchen Turm sondern, es handelt sich hier um eine
Ansiedlung, deren Anfänge wohl bis auf die mittlere Bronzezeit (16.
Jahrh. v. Chr.)
zurückgehen sollen.
Der gesamte
Komplex umfasst 7 Hektar, wie wohl nur der allerkleinste Teil besichtigt werden
kann. Hier befinden sich u. a. eine Wohnanlage mit einer großen Wohnhütte, zwei
Tempel, sowie ein heiliger Brunnen mit Zeremonienbecken. Das Areal liegt auf
einer 800m hohen Ebene. Die Ausgrabungsstätte soll ist die wichtigste auf ganz Sardinien sein.
Viele
Fundstücke befinden sich außerdem im Museum von Bitti, welches einige Kilometer
entfernt liegt, zu sehen.
Unterhalten
wird die Anlage von der Società Cooperativa Istelai in Bitti. Wer möchte kann
sich von ausgebildeten Fremdführern und Archäologen begleitet lassen.
eMail: www.coopistelai.com
Homepage: coop.istelai@ticali.it
Ausgrabungs-
und Antikfans sollten sich die Anlage, meiner Meinung nach, nicht entgehen lassen, wenn sie auch
nicht sonderlich spektakulär ist, so lohnt sich meines Erachtens alleine wegen
ihres Alters ein Besuch, zumal der Eintritt auch nur wenige Euros kostete.
Neben der
Ausgrabungsstätte und dem Museum bietet die Cooperative auch noch Ausflüge zu
den Wasserfällen von S’Illiorai an auf denen man Wildkatzen, Marder, Steinadler
und Habichte zu sehen sein sollen.
Valle dei
Nuraghi
**************
Auf der Weiterfahrt Richtung Westen Richtung Ozieri ging es wieder quer durch
die Berge und die Wälder, wieder begegnen einem hin und wieder Lastwagen hoch
beladen mit abgeschälten Rinden der Korkeichen, die hier bei weitem das Landschaftsbild überwiegen.
Die Berge, wie der Monte Lamo (1.093 m) sind hier bis zu 1.100 m hoch. Weit unten
sieht man den Lago Riu Manno liegen.
Ab Ozieri
kann man wieder die Hauptstraße benutzen die hinter Mores auf die Autobahn
Sassari – Cagliari trifft. Nachdem wir diese unterquert hatten, ging es links
ab und ein Stück weit parallel zu Autobahn. Noch mal war diese dann zu unterqueren
und wenn man dann links blickt sieht man ein Stückweit zurück eine wirklich
imposante, große und gut erhaltene Nuraghe liegen.
Die Nuraghe
Santu Antine, ist die größte die erhalten geblieben ist und umfasst ein ziemlich
großes Areal. Sie hat einst 3 Stockwerke besessen, allerdings wurde das
oberste im 18. Jahrhundert abgetragen um dann dessen Steine zum Hausbau zu
verwenden.
Zum Glück ist
dies heute nicht mehr möglich und so ist sie sehr gut erhalten. Am Eingang
kauften wir für wenig Geld die Eintrittskarten, eine junge Sardin bot sich als
Führerin an und erklärte uns in recht gut verständlichem Englisch die Nuraghe.
Im Inneren
geht es oft recht eng in Wendeln nach oben, teilweise ist es ziemlich dämmrig,
Tageslicht fällt nur wenig ins Innere, aber zum Teil sind die Gänge mit in den Boden
eingelassenen Leuchten auch recht gut ausgeleuchtet.
In einiger
Entfernung kann man eine weitere Nuraghe ausmachen. Beide liegen in einem
weiten Tal, während sonst auf der Inseln die meisten Nuraghen auf Anhöhen oder Bergen zu finden
sind.
Die Türme wurden
wohl sowohl als Wohn- als auch als Wachttürme verwendet und meist befanden sich in
Sichtweite weitere Nuraghen. So konnte man sich, wenn ein Feind kam,
rechtzeitig gegenseitig warnen.
Bosa/Bosa
Marina
***************
Da es schon später Nachmittag war, wäre es jetzt, der Rückweg war ja wieder
recht weit, an der Zeit gewesen, sich auf die Fahrt zurück nach Sos Alinos zu
machen. Doch ich „überraschte“ meine Familie mit dem Wunsch nach Bosa und Bosa
Marina zu fahren. Dort hatte ich 1979 zwei Wochen Urlaub gemacht. Dort hatte
ich Sardinien lieben gelernt und dann die Schönheit der Insel jahrzehntelang
ignoriert.
So fuhren
wir ein Stück auf der Autobahn Richtung Süden, dann von ihr ab und durch die
allmählich zum Meer hin abfallenden Berge weiter nach Westen.
Die Stadt Bosa liegt nicht direkt am Meer, sondern ein Stück im Landesinneren, an der weit ins Land reichenden breiten Mündung des
Flusses Temo. Die Burg hoch über der Stadt bietet ein hübsches Fotomotiv,
besonders, wenn man vom gegenüberliegenden Bergrücken hinunter zur Stadt und zum
Fluss blickt, um dann an selbigem vorbei Richtung Hafen zu fahren.
 |
Blick auf Bosa |
Bosa besitzt
den Vorzug, dass der Hafen/Yachthafen geschützt ein Stück vom Meer entfernt,
noch am und im Fluss liegt. Von
der
Uferpromenade fuhren damals die Korallenfischer zu den vor der Küste
liegenden
Korallenbänken. Heute ist der Abbau Gott sei Dank verboten. 1979 kann
ich mich
erinnern, dass wir ein Mal mit hinaus gefahren sind. Und an Bord, war
ein damals noch recht junger Italiener, der zuvor einige Jahr in
Deutschland im Stuttgarter Raum gelebt hatte und ein Deutsch spach, das stark
von Italienischem und Schwäbischem Akzent gefärbt war. 😅
An der weit
geschwungenen Küste vorbei, an der seit damals unheimlich viel gebaut worden
ist, kann man hier nur links weiterfahren, in Richtung Bosa Marina. Will man sich
nach rechts Richtung Alghero wenden, muss man dies oberhalb von Bosa tun, denn
eine Temobrücke gibt es unten an der Küste nicht. Aber zum Glück
bestehen die seit damals errichteten Gebäude fast ausschließlich aus
Ferienhäusern und Appartements, große klotzige Hotels fehlen hier, wie fast
überall auf der Insel.
Auch das
Hotel, in dem ich damals meinen Urlaub verbrachte haben wir gefunden. Es
dauerte zwar etwas. Ich hatte zwar noch in Erinnerung, dass es sich außerhalb
an einem kleinen Strandabschnitt, etwas oberhalb am Hang befand. Dass es aber
so weit draußen war, wusste ich nicht mehr. Das Hotel ist allerdings nicht mehr
in Betrieb, auf jeden Fall sah es sehr verlassen aus. Wahrscheinlich würde der
damalige Standart, der schon damals recht einfach war, heutigen Ansprüchen bei weitem nicht mehr gerecht. Aber welchen Anfang
zwanzigjährigen hat das seinerzeit gestört.
 |
Nuraghe Losa |
Ober-
bzw. außerhalb des Ortes, vorbei an einigen auch hier inzwischen neu
errichtenen Ferienanlagen,
haben wir dann noch wirklich leckere Pizzen gegessen, ehe wir dann über
Bosa wieder zurück auf die Autobahn gefahren sind. Gerade noch bevor es
zu dunkel wurde, konnten wir rechts oberhalb der Straße die
Nuraghe Losa sehen.
Wir haben dann die Autobahn Richtung Olbia genommen, den Lago
Omodeo konnten wir im Dunkeln schon nicht mehr erkennen. Da wir dieses Mal
nicht in Nuoro abgefahren sind, haben wir am späten Abend ohne Probleme wieder Sos Alinos erreicht.
Schau auch mal hier, da gibt es weiteres Interessantes über Sardinien
Unsere Autofahrt nach Genua über den Gotthardpass 👉
Wie unsere Fährfahrt nach Sardinien verlief kannst du hier lesen 👉Unsere Ferienwohnung in Orosei - Sos Alinos 👉 Nuraghische Ausgrabungsstätte Romanzesu 👉 Unser Urlaubsort Sos Alinos 👉
Schau
dich bei Booking.com nach passenden weiteren passenden Unterkünften um 👉
Buche
deine Ausflüge und Eintritte für den Aufenthalt auf Sardinien jetzt bequem und stressfrei
von zu Hause aus, meistens mit der Möglichkeit einer kurzfristigen kostenlosen Stornierung 👉 und vielleicht auch ohne lange Wartezeiten.
[beachte dazu die jeweiligen Hinweise]
Wenn es dich nach Kalabrien zieht, dann klicke hier 👉.
Und zur Toscana geht es hier entlang 👉. Auch nach Bari kannst du mit mir reisen, klicke dazu einfach hier 👉
Oder zieht es dich auf den Äthna? Dann klicke hier 👉
Interessante Bücher über Sardininen gibt es hier ⇨
Wer sich für die Nuraghenkultur interessiert, für den ist vielleicht dieses Buch interessant
Es gelten die im Impressum gemachten Angaben 👉
Ferner
ist zu beachten, dass ich für die Richtigkeit der Angaben keinerlei
Garantien übernehmen kann und außerdem, dass sie ausschließlich meinen
eigenen Erfahrungen entsprechen, die ich während meines Aufenthaltes im
Jahr 2007 gemacht habe.
Ich freue mich über jeden der meinen
Reiseblog besucht und über jeden der der Facebookgruppe beitritt, die es zu meinen Blogs gibt.
Facebook Gruppe "Michelangelos Blogs"
Reiseblog "Michelangelos Reiseerinnerungen"
Links können Affiliate Werbung enthalten.
Text
und Fotos unterliegen dem Copyright des Blogerstellers bzw. dem der bei
den Fotos angegeben ist und dürfen ohne Zustimmung nicht verwendet
werden (weder zu kommerziellen noch zu
privaten Zwecken).